Geh fühle!

weinende Frau

Geh und fühle!

Gefühle gehören zu unserem Leben und gleichzeitig fürchten wir uns vor ihnen.

 

Was wir uns schon mal erlauben zu fühlen, sind Affekte wie Freude, Glück, Überraschung, Dankbarkeit, Liebe etc.  Aber auch diese Gefühle wollen wir nur bis zu einem gewissen Grad spüren und erfahren, aber bitte nicht von ihnen überrollt werden.

 

Angst,  Wut, Ärger Schuld, Scham, Trauer, Eifersucht, Ekel, Hass, Liebeskummer, Zorn, Verzweiflung etc. sind Stimmungen, die wir nicht so gerne haben und in ihnen verweilen wollen.

 

Aber die Fähigkeit, zu fühlen, ist wichtig und macht Sinn. Generell helfen uns Gefühle, dass wir uns in der Welt zurecht finden, weil Gefühle in erster Linie unsere spontanen Handlungen beeinflussen. Wenn wir Freude empfinden, drehen wir vielleicht die Musik lauter und Liebe lässt uns auf einen Menschen zugehen. 

 

Angst dahingegen verhindert den dunklen Nachhause Weg, durch Ekel wenden wir und von verdorbenen Lebensmittel ab, wenn wir Ärger verspüren, kämpfen wir.

 

Wie weit man allerdings von Gefühlen gesteuert wird, hängt davon ab, wie klar man diese erkennt. Und wie unsere Bewertung auf das Gefühl fällt.

 

Noch ein Beispiel: Wer Scham empfindet, neigt in der Regl dazu, sich zurück zu ziehen. Wenn ich diese Scham erkennen kann, sie nicht abwerte, sondern aus meiner Biographie heraus verstehen und annehmen kann, gelingt es vielleicht meine Einstellung zu ändern und ich erlaube mir, mich zu zeigen, wie ich bin.

 

Das ist ein mutiger, bewusster Schritt, den wir auf der Heldenreise der Heldin, dem Helden zusprechen. "Ja, ich kenne meine wunden Punkte, ich nehme die Herausforderung an und tue es trotzdem, auch wenn ich Unsicherheit verspüre."

 

Hierfür schaffen wir in all unseren Seminaren einen sicheren und achtsamen Rahmen, in dem Raum für die Gefühlserfahrung entsteht und die TeilnehmerInnen die Möglichkeit haben, in dem Gefühl zu verweilen, um es zu erforschen, jenseits von Bewertung.

 

Denn besonders die Gefühle, die oft unterdrückt und intensiv mit Tabus belegt werden, wie z.B. die Wut, Angst, Zorn, Scham etc. binden eine große Lebendigkeit. Wenn diese befreit werden, entsteht eine Vervollständigung der eigenen Persönlichkeit. 

 

Es geht nicht darum, etwas "wegmachen" zu wollen, sondern dem Gefühl ins Gesicht zu schauen, es zu erleben und ganzheitlich zu erfahren, zu schauen, was in diesem Gefühl steckt, es vollkommen anzunehmen, sich davon zu befreien oder herauszufinden, was Positives darin steckt.

 

Für unsere seelische Gesundheit ist es essentiell, dass wir die verschiedenen Formen der Gefühle unterscheiden lernen und richtig damit umgehen. Es geht darum, Gefühle als die Wächter unseres Selbst zu erkennen, zu achten und sie zur Wiedererlangung unserer Würde als etwas zu uns gehöriges anzuerkennen.

Bibliothek der gefühle

Bibliothek der Gefühle

Die gesamte Brandbreite der Gefühlsregungen sind für mich eine unerschöpfliche Quelle meines persönlichen Innenlebens und ich lerne jeden Tag von und mit ihnen. 

 

Um tiefer in die Thematik einzutauchen habe ich mir ein paar Bücher gekauft. Diese möchte ich an dieser Stelle auch gerne empfehlen. 

"Die Bibliothek der Gefühle" von Udo Baer und Gabriele Frick-Baer ist für alle Menschen geeignet, die ihren Gefühlen mehr Aufmerksamkeit und Achtung schenken wollen. 

 

Jeder Band handelt von einem oder zwei Gefühlen und diese werden aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. So werden die wichtigsten Nutzen und Bedeutsamkeiten beschrieben, ihre Abgründe, und wie wir bewusst mit ihnen leben können, denn wer seine Gefühle kennt, lebt definitiv besser.

 

Im Moment sind erschienen:

 

  • Das ABC der Gefühle
  • Wie Kinder fühlen
  • Vom Sich-fremd-Sein zum In-sich-Wohnen
  • Vom Schämen und Beschämtwerden
  • Vom Trauern und Loslassen
  • Der kleine Ärger und die große Wut
  • Würde und Eigensinn
  • Vom Sehnen und Wünschen
  • Gefühlslandschaft Angst
  • Wege finden aus der Einsamkeit
  • Schuldgefühle und innerer Frieden
  • Das Wunder der Geborgenheit

Gefühle auf heldenreise

Die Heldenreise ist ein wundervoller und unnachahmlicher Ort, um in die gesamte Bandbreite der Emotionen einzutauchen. Die unterschiedlichen Übungen und Herausforderungen in dieser intensiven Woche, der Gruppenprozess, das Ritual bilden eine ganz besondere Struktur, in der Wahrnehmungen jenseits der gewohnten Bewusstseinsraum möglich sind.

 

Man geht davon aus, dass diese ganzheitliche Erfahrung es den TeilnehmerInnen ermöglicht, sich als Person weiter anzunehmen und zu entwickeln. 

 

Frei nach dem Motto: "Nur das Gefühl, versteht das Gefühl."

 

Wenn dir mein Artikel gefallen hat, dann hinterlasse gerne ein Kommentar hier. Das würde ein Gefühl der Freude in mir ausbreiten.

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